Samstag, 24. Oktober 2015
Zwei Grüne: Kretschmann gegen Palmer
Kretschmann kritisiert seinen Parteigenossen Boris Palmer, der eine Obergrenze in der Migrantenkrise gefordert hat. Er steht an der Seite von Angela Merkel, denn die Menschen seien nun mal da und müssten menschlich behandelt und untergebracht werden. Merkel verhalte sich richtig.
Diese Argumentation trifft Palmer gar nicht. Denn der hat gefordert, „dass gar nicht so viele da seien“. Von unfreundlicher Behandlung hat er nicht gesprochen.
Auch ein weiterer entlastender Hinweis von Kretschmann (wenn er denn von ihm stammt), dass sich Merkels Politikstil „ohne große Visionen“ bewährt habe, und das sie - frei nach Karl Popper - „Stückwerk-Technologie“ betreibt, - d.h. ein Problem lösen, wenn es auftritt -, missversteht Sir Karl Raimund Popper. Der hat erstens keine Visionen verboten, und seine Theorie des „Stückwerks“ bedeutet nicht, dass man dabei keine Fehler machen kann, man kann Fehler aber besser korrigieren.

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