Sonntag, 14. Februar 2016
Vier Statements, zwei Thesen und Harald Kujat
Obama sagte in der Vergangenheit:
„Ein Versuch von Russland und dem Iran, Assad zu retten und die Bevölkerung zu befrieden, wird sie nur in einen Treibsand verwickeln, und es wird nicht funktionieren“.

Assad meldet nach militärischen Erfolgen den Anspruch an, das ganze Land wieder unter seine Kontrolle bringen zu wollen.

John Kerry erklärte:
„Wir tun alles, was der Diplomatie möglich ist, um ein friedliches, geeintes, säkulares Syrien wieder herzustellen“. Aber natürlich gebe es „Gegenströmungen“ und unterschiedliche Auffassungen, was die Zukunft des Präsidenten Baschar al-Assad betreffe.

Lawrow wiederum betonte dass „allein das syrische Volk zu entscheiden“ habe. Es sei eine Illusion zu glauben, mit einem Regime-Wechsel komme schon alles in Ordnung.

Zwei Thesen halten sich hartnäckig in den Kommentaren:
1) Assad lässt die „Zivilbevölkerung“ massakrieren. (Welchen Sinn macht das?)
2) Es ist unmöglich, den Krieg militärisch zu gewinnen.

Harald Kujat, der noch vor kurzem wegen seiner Analyse zu Syrien als fast irre angesehen wurde und nun häufiger auch positiv zitiert wird, glaubt, dass diese These (2) nur eingeschränkte Gültigkeit habe, denn: „Ausschließen lässt sich das nicht“.
Recht hat er, denn die meisten Kriege in der Welt sind doch wohl militärisch entschieden worden.

Aus diesem Wirrwarr von Sprüchen und Widersprüchen ist bisher kein erfolgreicher Friedensplan für Syrien ableitbar.

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